Glaskasten BR 98.3
Flügelsignal

Modelleisenbahnclub Salzachtal Tittmoning e.V.
   gegr. 1975, H0/H0e-Modellbahn und Gartenbahn (7 1/4”)

Über uns:


Im November 1975 gab es einen kleinen Zeitungsausschnitt, über die mögliche Gründung eines Eisenbahnclubs in Tittmoning. Man war erstaunt, daß sich so viele Interessierte Modellbahner einfanden. Die Gründung eines einzutragenden Vereines war am 27.12.1975 in Tittmoning. Die erste H0 Anlage (1:87) wurde im ehemaligen Bahnhof Tittmoning aufgebaut. Vorher hatten wir die Räume Zeitaufwändig renoviert. 1980 wurde aber der Bahnhof von der Deutschen Bundesbahn verkauft. Nunmehr völlig andere Mietpreisvorstellungen zwangen uns zum Handeln. Nachdem uns die Stadt Tittmoning in unserer Not, kurzfristig in dem damals in Planung sich befindlichen “Haus des Gastes”, einen Raum zuweisen konnte, kündigten wir und bauten die Anlage im Bahnhof ab. Von dieser blieb nicht viel übrig, wie alte Fotos beweisen. Richtig bekannt wurden wir aber erst mit der zweiten Anlage, durch Fotos in ROCO Katalogen, Fachzeitschriften und Berichten des Bayerischen Fernsehens, sowie Vereinspflege im In- und Ausland mit anderen Eisenbahnvereinen. Im Jahre 1990 musste wegen Erweiterung des Kindergartens, auch diese Anlage wieder abgerissen werden. Der ganze Aufwand in Geld und Arbeitskraft war wieder vernichtet. Bis 1993 bestand der Verein dann nur noch auf dem “Papier”, es verbreitete sich sehr schnell das Gerücht, den Verein gäbe es nicht mehr.
Nach längeren Verhandlungen, wies uns dann die Stadt Tittmoning wieder im “Haus des Gastes” (3.Stock), einen neuen Raum zu, wo dann letztendlich unsere dritte H0 Anlage entstehen konnte.

Die H0 Anlage:


7,5 x 6,3 x 8,6 Meter, 43 Weichen und Kreuzungen, Gleismaterial von Roco, rollendes Material hauptsächlich von Roco, größtenteils kurzgekuppelt, Oberleitung stammt von der Fa. Sommerfeldt, sämtliche Bauten stammen von Faller, Vollmer, Kibri, Auhagen und Pola.
Es wurde ein Gleisbildstellpult von der Fa. Erbert installiert, welches gute Dienste leistet. Das Stellpult wird von einem PC unterstützt. Die sämtliche Steuerung des Stellpults wurde von uns selbst vorgenommen und auch selbst konstruiert. Fast alle Straßen werden mit dem Faller Car System betrieben. Dazu wird ein eigenes Stellpult verwendet, welches ebenfalls im Eigenbau entstand. Es wurde auch eine Nebenbahn angelegt, auf der der Bayerische Glaskasten (BR 98) verkehrt. Diese endet, wie im realen Vorbild, im Bahnhof Tittmoning, welcher ebenfalls im Modell als Eigenbau entstand.
Zu weiteren Details zählen auch Weichen, Signale, Entkuppler.
Ein großzügiger Schattenbahnhof wurde unter der Anlage angelegt, um einen realistischen Zugbetrieb zu gewährleisten.
Ein völlig neugestaltetes Bahnbetriebswerk mit angrenzendem Rangierbahnhof, ergänzt die Anlage. Dieser Bereich wird über ein separates Stellwerk bei Bedarf gesteuert, welches noch von der zweiten Anlage im 1.Stock stammt. Die Anlage ist ausser der Nebenbahn (z.Zt. in Arbeit) digitalisiert. Die Lokdecoder stammen von ESU. Der Rest ist Eigenentwicklung (auch die Weichensteuerung).

Technische Daten:

Anlagenraum (Clubraum) Länge 9,63 Meter x Breite 7,78 Meter = 75 m², bebaute Anlagenfläche = ca. 36 m²;
H0 Gleise und Weichen ROCO Line und ältere Ausführungen, H0e- Gleis ROCO, alle Längen nicht gemessen, Weichenantriebe: ROCO, BEMO und von CONRAD, Signale: BRAWA, MÄRKLIN und VIESSMANN. Entkuppler: ROCO, Oberleitung: SOMMERFELDT und Eigenbauten, Drucktastenstellwerk: ERBERT (Siemens-Vorbild) und Flachbildschirm (Maus), Nebenstellwerk für Faller-Car-System (Eigenbau), weiteres Stellwerk für Bahnbetriebswerk sowie Güter- und Containerbahnhof mit Ablaufberg (Flachbildschirm, Maus).

Lokschuppen Tittmoning im Modell

Eine kleine aber wahre Geschichte. . . .

nachdem in Tittmoning der “Glaskasten” (Bw Freilassing) eingesetzt war, gibt es eine nette Geschichte zu vermitteln. Es wohnte dort im Anbau des Lokschuppens (siehe Foto, Nachbau in H0) mit seiner Familie ein Lokführer namens Tausendteufel. In Tittmoning gab es ein paar Lausbuben, die ihn ständig versuchten zu ärgern, da er ihnen nicht wohlgesonnen war. Ein teuflischer Plan wurde ausgeheckt, der auf Anhieb seine Wirkung nicht verfehlte. Tausendteufel fuhr am Abend nach Hause in Richtung Lokschuppen um seinen Dienst zu beenden. Sein gewohntes Bremsmanöver zeigte aber diesmal weniger Wirkung als sonst üblich. Die Lausbuben hatten das Zufahrtsgleis mit Schmierseife präpariert. Plötzlich tat es einen gewaltigen Kracher und der “Glaskasten” stand in seiner vollen Pracht im ehelichen Schlafgemach! Na, dann gute Nacht Herr Tausendteufel und einen recht schönen und ausführlichen Bericht an den Herrn Vorgesetzten......

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